Eine besondere Spezialität unter den Nürnberger Lebkuchen ist der Elisenlebkuchen. Er zeichnet sich durch einen besonders hohen Nussanteil aus: Mindestens 25 % Mandeln, Haselnüsse und/oder Walnüsse. Der Mehlanteil darf höchstens 10 % betragen. Andere Ölsamen sind nicht erlaubt – das macht den Elisenlebkuchen besonders edel.
Eine weitere fränkische Spezialität ist der Weiße Lebkuchen. Seinen Namen verdankt er dem hellen Teig, der in Konsistenz und Farbe an Biskuit erinnert. Weiße Lebkuchen enthalten mindestens 15 % Vollei und maximal 40 % Mehl. Sie werden traditionell rechteckig geformt, nicht gefüllt oder glasiert, und häufig mit Mandeln, Zitronat oder Orangeat verziert – ein Vorgang, der in der Lebküchnersprache als „Spicken“ bezeichnet wird.
Das älteste überlieferte Lebkuchen-Rezept stammt übrigens aus dem 16. Jahrhundert und wird im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg aufbewahrt – ein Zeugnis der langen Tradition dieser einzigartigen Spezialität.